Firma Chalice – Head & Growshop

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grow! Wie bist du zur Hanfbranche gekom­men, und seit wann bist du nun dabei?

Bart: Ich bin sehr ländlich aufgewachsen und hatte schon als Kind einen grünen Daumen.

Dann hat mich in den 90ern der Hanf gefun­den. Und als ich um botanische Tipps gebeten worden bin, wurde die Idee in meinem Kopf geboren, einen Growshop aufzumachen. Die Wirtschaftskrise und meine Unzufriedenheit mit meinem Bürojob haben mir den letzen Schub gegeben und am 10.07.2010 eröffnete ich meinen Shop in Herford.

grow! Womit beschäftigt sich dein Untemehmen?

Bart: Chalice beschäftigt sich mit dem Ver­kauf und der Beratung im Grow- und Head­shopbereich. Wir veranstalten auch Busrei­sen (Studienreisen) in die niederländischen Metropolen. Wir begeben uns da auf die Spurensuche nach der niederländischen Agrarwirtschaft.

grow! Welche Geschäftsbereiche deckt es ab?

Bart: Unser Hauptbereich ist der Growsek­tor. Wir legen sehr großen Wert auf kom­petente und umfangreiche Beratung und bieten ausschließlich qualitativ hochwer­tiges Equipment zu fairen Preisen an. Dank unseres guten Lagerbestandes können wir den Kunden nahezu alle gängigen Growar­tikel sofort anbieten, und sollten wir doch etwas nicht da haben, können wir diese Sa­chen dank unserer sehr guten Zusammenar­beit mit unserem Großhändler Euphoria in­nerhalb kürzester Zeit, teilweise schon am nächsten Tag, ausliefern. Wir bieten auch ei­nen Lieferservice an sowie den Verleih von Pollinatoren. In unserem Showroom haben wir verschiedene Growsysteme aufgebaut von Erde, Coco bis zum recykulierenden Hy­drosystem. In unseren Growanlagen bauen wir verschiedene Gemüsesorten an, um un­seren Kunden die Funktionsweise von Erde und Hydroanlagen besser verständlich ma­chen zu können. hanf anbauen

Zum anderen haben wir einen sehr gut auf­gestellten Headshopbereich, der das Rau­cherherz höher schlagen lässt. Wir füh­ren alle gängigen Bonghersteller, wie z. B. Weedstar, RooR, G Spot, Ehle, Hurricane und Bam Bam Bohle sowie Vaporisatoren und Shishas. Wir verkaufen auch Kunst in Form von Gemälden sowie jamaikanischen Kaffee. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

Firma Chalicegrow! Welchen Eindruck hast du von der Ent­wicklung der Branche?

Bart: Wie sich die Branche entwickelt, kann ich als Einzelhändler schlecht beurteilen, da ich erst vor 3 Monaten Eröffnung hatte. Was ich aber seit längerem beobachte ist, dass die Entwicklung im Growbereich rasant vorangeht. Es wird immer effizienteres und energiesparenderes Equipment entwickelt, wie z. B. die Adjust-A-Wing-Reflektoren, Carbonaktiv-Filter oder die neuen elektro­nischen Vorschaltgeräte. Ich denke, dass die LED-Technik in einigen Jahren auch soweit ist, dass sie das Growen stark beeinflussen wird. Was ich auch gut finde ist, dass immer mehr Vaporisatoren und Aktivkohlefilter für Bongs auf den Markt kommen und von den Rauchern angenommen werden. Man sollte doch etwas auf seine Gesundheit achten.

Es gibt natürlich auch eine negative Ent­wicklung. Die dunkle Seite der Branche ist der Profitgier verfallen und konzentriert sich größtenteils darauf, irgendwelche che­mischen Streckmittel (wie BRIX) und Party­drogen in der Form von Pulvern, Kapseln und chemisch behandelten Kräutern (Spice und Co.) an den Mann zu bringen, ohne sich im Geringsten über die gesundheitlichen Fol­gen für die Konsumenten Gedanken zu ma­chen.

grow! Welche Veränderungen sind dir seit deinem Einstieg aufgefallen?

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Bart: In meinen Augen hat sich die Hanfsze­ne in den letzten 18 Jahren sehr stark ver­ändert. Erstaunlicherweise in beide Rich­tungen. Einerseits konnte man vor 15 Jahren auf dem Summerjam mit einem Bong auf der Wiese sitzen und heute wird man wegen eines Spliffs von den babylonischen Lakaien gedemütigt.

Andererseits entwickelt sich die Akzeptanz von Hanf in der Bevölkerung (außerhalb von Bayern) sehr positiv. Es wird viel offener mit dem Thema umgegangen. Alleine die Erhö­hung der Eigenbedarfsmenge in NRW auf 10 g und die Zulassung von THC für medizi­nische Zwecke sind meiner Meinung nach Schritte in die richtige Richtung.

grow! Engagierst du dich auch hanfpoli­tisch?

Bart: Ja natürlich. Wir unterstützen den Deutschen Hanfverband mit einer Vollmit­gliedschaft. Wir versuchen auch, die Men­schen über den Hanf aufzuklären und das von den Medien implizierte Bild von einem drogensüchtigen runtergekommenen Kiffer ins richtige Licht zu rücken. Wie setzen uns natürlich für die Legalisierung ein, klären aber gleichzeitig die Jugendlichen über die Gefahren des Konsums auf. Meiner Meinung nach ist die Entkriminalisierung von Hanf der einzige vernünftige Weg, den Menschen den richtigen Umgang mit Hanf aufzuzeigen. Man muss sich doch nur unsere Nachbar­länder angucken, Holland und Tschechien. Sogar im konservativen Amerika ist der Re­publikaner Arnold S. dabei, Marijuana frei­zugeben. Wenn unsere Bundesregierung di­ese Zeichen nicht erkennt und immer noch an ihren antiquierten Ansichten festhält und ernsthafte wissenschaftliche Studien igno­riert, die beweisen, dass Marijuana längst nicht so schädlich ist, wie es von den Me­dien immer wieder dargestellt wird und die Chance nicht wahrnimmt, Milliarden an zu­sätzlichen Steuereinnahmen zu erzielen, um die Bundesfinanzen wieder auf Vordermann zu bringen und Tausende von neuen Jobs zu schaffen, dann sind die Wähler gefragt, sich aufzuraffen und zur Wahl zu gehen, UM ET­WAS DAFÜR ZU TUN.

grow! Wie sehen deine Zukunftspläne aus?

Bart: Da wir erst am Anfang stehen, konzen­trieren wir uns in erster Linie darauf, unse­re Abläufe zu optimieren, um unseren Kun­den den besten Support bieten zu können. Es befinden sich auch viele Projekte in der Planung. Aber darüber möchte ich noch nicht reden. Was ich sagen kann ist, dass für die nächsten Busreisen nach Holland einige Überraschungen auf unsere Reisenden war­ten.

 

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