Zu Besuch bei GrowAtHome in Freudenstadt

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Auf unserer Reise durch die Hanfbranche haben wir diesmal im Süden Deutschlands, genauer gesagt im Schwarzwald, Station gemacht. Im 30.000-Seelen-Städtchen Freudenstadt kt ein Unternehmen hause, das sich seit einigen Jahren auf den Verkauf von Komplett-Homebox-Systemen spezialisiert hat. Über die Anfänge, die Entwicklung und ihre Zukunftspläne sprachen wir mit Barbara und Pascal.

grow! Hallo, ihr beiden! Schön, dass ihr euch für dieses Interview Zeit nehmen konntet! Ist es richtig, dass euch beiden die Firma „GrowAtHome“ gehört?

Pascal: Nein, das stimmt so nicht, die al­leinige Chefin und Inhaberin ist Barbara. Ich arbeite zwar schon von Anfang an mit, aber sie hat die meiste Zeit, Energie und vor allem Geld in diese Firma gesteckt.

grow! Ich verstehe! Es kommt nicht so häufig vor, dass wir es bei dieser Art In­terview mit weiblichen Geschäftsinhabern zu tun haben …

GrowAtHome1Barbara: Das kann ich mir vorstellen, ich persönlich kenne auch keine Frau, die sich im Growshop-Sektor selbstständig gemacht hätte.

grow! Und in dieser „Männer-Welt“ kommst du gut zurecht?

Barbara: Ich habe überhaupt keine Pro­bleme, zumal ich mit Männern meist bes­ser als mit Frauen klarkomme.

grow! Das ist sicher hilfreich in diesem Business. Was hat euch überhaupt auf die Idee gebracht, einen Growshop zu eröffnen?

Barbara: Als einen „klassischen“ Grow-shop würde ich uns aber nicht unbedingt bezeichnen. Wir machen 95 Prozent unseres Umsatzes über das Internet. Kun­denverkehr, so wie man das von einem Laden erwarten würde, haben wir kaum.

grow! Aber es ist möglich, die Ware di­rekt bei euch abzuholen?

Barbara: Natürlich, manche Kunden ma­chen das ja auch. Aber uns ging es von An­fang an mehr um den Online-Handel. Ei­gentlich wollten wir das Internet nutzen, um etwas nebenher zu verdienen. Irgend­wie sind wir auf die GrowAtHome2Grow-Boxen gestoßen und haben uns ein komplettes System zu­sammengestellt und das anschließend über Ebay angeboten. Und tatsächlich, es gab dafür Interessenten. Die 30o Euro Um­satz, die wir mit unserer ersten Box einge­nommen hatten, wurden direkt wieder in­vestiert — unser „Eigenkapital“ mussten wir also erst noch verdienen.

grow! Hattet ihr noch andere Jobs?

Barbara: Ja, ich habe Industriekauffrau gelernt und damals auch ganz normal in diesem Bereich gearbeitet.

Pascal: Und ich hatte eine Umschulung gemacht.

grow! Über welches Jahr sprechen wir?

Barbara: Das war im Jahr 2006. Anfangs haben wir noch nicht mal gewusst, dass es so etwas wie eine Hanfbranche gibt. Auch von „Growshops“ wussten wir nichts.

grow! Wirklich? Und wo habt ihr dann eure Waren bezogen, wenn nicht in der „Hanfbranche“?

GrowAtHome3Barbara: Einfach wild im Internet zusam­men bestellt …

grow! Also bei Firmen, die ihr nicht kann­tet?

Barbara: Genau. Bis dann eines Tages der Stefan von „Grow In Berlin“ bei mir anrief, weil er mich eigentlich abmahnen wollte, denn wir hatten — ohne es zu wis­sen — geschützte Markennamen verwen­det. Zum Glück war Stefan schnell klar, dass wir nichts Böses im Sinn haben. Er klärte uns auf und machte uns auf ver­schiedene Dinge aufmerksam. Und somit wurde „Grow In Berlin“ unser erster Groß­händler.

grow! Sehr vernünftig! Lieber miteinan­der als gegeneinander …

Barbara: Das sehe ich auch so.

grow! Hab ihr in irgendeiner Form Erfah­rung mit dem Anbau?

Barbara: Nein, eigentlich gar nicht. Un­sere Boxen verkauften sich von Anfang an so gut, dass wir relativ schnell einse­hen mussten, dass die Arbeit nicht mehr „nebenbei“ zu schaffen ist. Und so wurde aus einer Nebentätigkeit ein Vollerwerb. Anfangs hatten wir das von unserer Woh­nung ausgemacht. Um ins Bett zu kom­men, musste ich über Lampen und an­deres Equipment krabbeln und unterm Weihnachtsbaum standen Homeboxen. Dann hatten wir uns GrowAtHome4erst eine Garage ge­mietet, aber auch die wurde schnell zu klein. Daraufhin musste der erste „rich­tige“ Lagerraum her, den wir Mitte 2008 gemietet haben. Seit 2010 sind wir nun in diesen Geschäftsräumen.

grow!Und reicht der Platz noch?

Barbara: Ach, es wird schon wieder eng, aber wir können ja nicht ständig umzie­hen …

grow! Wie viele Leute arbeiten hier?

Barbara: Mit mir sind wir zu siebt.

grow! Sieben Leute? Da muss der Umsatz aber stimmen, wenn du jeden Monat sie­ben Leuten ihr Gehalt überweisen möch­test.

Barbera: Ja, das ist wohl wahr. Aber bei uns läuft’s gut. Bei rund tausend Paketen pro Monat kann ich mich über den Umsatz nicht beklagen.

grow! Ihr verkauft ausschließlich Gro­wequipment, nichts aus dem Headshop­Bereich?

GrowAtHome5Barbara: Genau. Unsere Haupt-Ge­schäftsidee ist es, komplette Grow-Sets anzubieten. Aber natürlich haben wir auch einzelnes Equipment, von der Erde über Lampen und Lüftung bis hin zum Dünger.

grow! Ich nehme mal an, die Komponen­ten sind entsprechend aufeinander abgestimmt?

Barbara: Auf jeden Fall, sonst könnte das ja kaum funktionieren, und unsere Kunden wären bestimmt nicht sehr zufrieden.

Pascal: Wir arbeiten mit Leuten zusam­men, die sich sehr gut auskennen und uns bei der Entwicklung der Sets geholfen ha­ben. Und wenn man sich eine Weile mit der Materie beschäftigt hat, wird klar, wo­rauf es ankommt. Es gehört zu unserem Service, nur Komplettsets anzubieten, die qualitativ hochwertig sind und deren Komponenten gut zu einander passen. Wir sind dadurch zwar nicht die Billigsten, aber dafür sind unsere Kunden zufrieden, und wir haben wenig Arger mit Reklama­tionen.

grow! Und was kostet dann so ein Kom­pletthomebox-System?

Barbara: Wir haben Systeme für unter­schiedliche Ansprüche, vom Anfänger bis zum Profi. Das geht bei etwa 30o Euro Los, auf Wunsch (und kleine Gebühr) auch fix und fertig verkabelt — sozusagen „plug & play“.

grow! Für ein komplettes System, inklu­sive Beleuchtung, Belüftung usw?

Barbara: Inklusive aller Komponenten – bei diesem Angebot jedoch ohne Erde und Dünger.

grow! Und die Samen fehlen wohl auch noch!?

Barbara: Ja, Samen muss man sich ex­tra besorgen. Aber was Gemüse- oder Ta­baksamen angeht, haben wir die auch …

GrowAtHome6grow! Hattet ihr hier schon mal Besuch von der Polizei?

Barbara: Ja, einmal waren sie hier! Das war an dem Tag, an dem das Spice ver­boten wurde. Sie sind zu viert gekom­men, um sich den Laden anzuschauen und wollten wissen, ob wir Spice verkau­fen. Da ich persönlich nichts von Spice halte und es ohnehin nicht in unser Sorti­ment passt, hatten wir nie Spice im Ange­bot. Und entsprechend ergebnislos verlief der Einsatz der vier. Und da sie auch sonst nichts finden konnten, mussten sie wieder gehen. Seitdem waren sie nicht mehr hier. Bei uns werden auch keine Adressen ge­speichert. Sobald die Rechnung und die Versandpapiere gedruckt sind, wird die Adresse aus dem System gelöscht. Wir legen großen Wert auf Datenschutz. Und angesichts der aktuellen Spionage-Affäre wohl auch ganz zu Recht …

grow! Allerdings! Ihr hattet mal von einem „Planungs-Service“ gesprochen, den ihr euren Kunden anbietet. Was darf ich mir darunter vorstellen?

Pascal: Wir haben einige Kunden, die größere Anlagen betreiben wollen. Und wenn dies gewünscht ist, planen wir al­les in Zusammenarbeit mit einem Elektri­ker, Lüftungsbauer und anderem Fachper­sonal.

grow! Aber nicht gratis, oder?

Pascal: Nein, gratis können wir das nicht machen, aber zu einem fairen Preis.

grow! Ab welchen Mengen kommt das in Frage?

Pascal: Das hängt vom konkreten Fall ab, aber ich sag mal für zehn Quadratmeter würde sich der Aufwand eher nicht lohnen …

grow! Und wie ist eure weitere Planung?

Barbara: Wir sind nach wie vor inten­siv mit unserem OnlinehtShop beschäftigt. Zurzeit erstellen wir eigene Produktfotos, die dann zu 3-D-Animationen verarbei­tet werden. So wird es möglich sein, dass sich der Kunde jedes Produkt drehen und von allen Seiten ansehen kann. In unsere Internetseite stecken wir viel Arbeit, und das wird sich wohl auch in Zukunft kaum ändern. An dieser Stelle wollen wir uns noch bei unseren Kunden entschuldigen, dass unser Online-Shop in letzter Zeil öf­ters nicht zu erreichen war. Das liegt da­ran, dass die Zahl der Besucher auf un­serer Webseite so angestiegen ist, dass der Server an seine Kapazitätsgrenzen stößt und wir auf einen eigenen Server umziehen mussten. Damit sollte unsere Seite wieder problemlos zu erreichen sein. Denn wir wollen weiterhin unsere Kunden zufrieden stellen und freuen uns auf viele weitere Jahre in der Hanfbran­che!

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