Die „Clipper – Mania“

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Wer kennt nicht das praktische und besonders bei Hanffreunden beliebte Feuerzeug mit dem „Stopfer“ und der „besonderen“ Flamme? Langsam, aber stetig hat es sich weltweit einem begehrten Sammlerobjekt entwickelt. Was hinter der Erfolgsge­schichte Clipper steckt, lest ihr im folgenden Interview mit Alex, dem Geschäftsführer von Clipper Deutschland, und seinem Marketingmanager Andreas:

grow! Kommt Clipper nicht ursprünglich aus Spanien?

Alex: Richtig, seit 1972 wird Clipper in Barcelona produziert. Dort sind sie schon lange absoluter Kult.

grow! Wohl wegen der typischen Beson­derheit, dass sich der herausziehbare Zündstift ideal zum Stopfen von Joints eignet?

Alex: Genau. Ich habe spanische Wur­zeln, und schon damals hatten alle meine spanischen Freunde Clipper-Feuerzeuge. Die sind dort so beliebt, dass man sie sich andauernd gegenseitig stibitzt. Und im­mer, wenn ein Joint gerollt wird, kommt intuitiv der Stopfer zum Einsatz.

Clippergrow! Wurde die andere Sonderfunktion, die sogenannte„Kippflamme“ denn extra für Kiffer entwickelt?

Alex: Ursprünglich war es ein Produkti­onsfehler, der wieder korrigiert werden sollte.

Andreas: Viele Pfeifenraucher waren aber davon begeistert, und so blieb es dabei.

grow! Das heißt, dass seit 1972 das Pro­dukt nicht verändert wurde?

Alex: Es gab ein paar kleine Verände­rungen. Seit 2008 gilt eine neue EU-Richt­linie, nach der Feuerzeuge nun über eine Kindersicherung verfügen müssen. Clip­per hat dafür das eckige Zündrad erfun­den. Clipper werden nun zum größten Teil aus recyceltem Material hergestellt und sind auch selbst recyclebar. Auch bei der Verpackung und bei anderen Dingen wird darauf geachtet, möglichst ökologisch und nachhaltig vorzugehen.

grow! Vertreibt ihr auch weiteres Zube­hör?

Alex: Ja, wie das komplette Zündsystem, Feuersteine und Isobutangas. Halt alles, was es braucht, um ein Clipper betriebs­bereit zu halten. Die Marke Clipper legt großen Wert auf Langlebigkeit. Es gibt heute noch Clipper, die bereits über 25 Jahre alt sind und immer noch einwandfrei funktionieren. Dass Clipper ist wiederauf­füllbar, und die Feuersteine können eben­falls erneuert werden. Die Flamme zündet etwa 300o mal bevor der Tank leer ist. Die Leute lieben ihre Clipper. Manchmal hab ich den Eindruck, dass es schon fast egal ist, dass da eine Flamme rauskommt.

Clipper1Andreas: Ja, deshalb heißt unser Slogan auch „much more than a lighter“. Es ist nicht nur ein Feuerzeug an sich, sondern auch ein emotionales Produkt mit prak­tischen Extratools wie Stopfer, Kipp­flamme, Flaschenöffner und -verschluss. Und eben ein Sammelobjekt: Die größten Sammlungen liegen bei fast 4000 ver­schiedenen Clippern. Es gibt viele sel­tene Modelle, die hohe Sammlerwerte erzielen.

grow!! Wie viele Clipper-Motive gibt es denn?

Andreas: Wir schätzen, dass in den 41/2 Jahren insgesamt über l0.000 verschie­dene Motive gedruckt wurden. Es kommen auch immer wieder Limited-Editions heraus.

grow! Sind alle Clipper, die hier stehen mit euren eigenen Motiven bedruckt?

Andreas: Die meisten schon, denn wir nehmen nur wenige Clipper-Motive aus Spanien und anderen Ländern in unser Programm. Das sind oft quietschbunte Comics, die hier kaum einer versteht. Die sind dann für unseren Markt weniger in­teressant. Wir achten bei der Auswahl der Motive darauf, dass sie ästhetisch, an­sprechend und sauber druckbar sind.

grow! Werden die Feuerzeuge in Spanien hergestellt und bedruckt?

Andreas: Ab einer Auflage von 5000 Stück werden sie direkt in Spanien be­druckt, kleinere Auflagen lassen wir in Deutschland bedrucken.

grow! Ist es günstiger, sie in Barcelona bedrucken zu lassen?

Alex: Ja, dort können wir sie auch rundum bedrucken, was eine anspruchsvollere Motiv-Gestaltung ermöglicht.

Clipper2grow! Wie hoch ist die Mindestauflage?

Alex: Für den Privatkunden geht das bei einem Display los, sprich 48 Stück. Dem Wiederverkäufer empfehlen wir, minde­stens 480 Stück zu produzieren.

grow! Erzählt uns doch etwas über eure Anfänge. Wie seid ihr auf die Idee gekom­men, Clipper zu vertreiben?

Alex: Wie gesagt, habe ich spanische Wurzeln und nach meinem Abitur ein Jahr in Madrid gelebt. Wieder zurück in Deutschland, habe ich mich gefragt, wa­rum es denn hier keine Clipper gibt? So beschloss ich, mich selbständig zu ma­chen und fuhr zum Hersteller nach Barce­lona. Ich erhielt die Chance, das Produkt in Deutschland zu vertreiben, und kurz darauf bekam ich die erste Palette Clipper nach Hause geliefert. Dazu musste ich da­mals meinen Vater bitten, seine Garage zu räumen, um dort ein Lager einrichten zu können. Das fand er nicht so cool, aber die Paletten mussten ja irgendwo hin. Aus meinem Zimmer machte ich ein Büro, eine Telefonleitung wurde gelegt, Rech­ner und Faxgerät installiert. Dann ging es los. Mit einem alten VW-Bully habe ich dann alle Shops im Umkreis abgefahren.

grow! Hier in der Gegend?

Alex: Nein, ich bin in Karlsruhe aufge­wachsen. Der Anfang im Clippervertrieb war noch etwas mühsam, manchmal habe ich, um drei Displays Clipper zu verkau­fen, 200 Kilometer verfahren. Also abso­lut unwirtschaftlich, aber das war mir damals egal. Das Produkt war zu der Zeit noch nirgendwo bekannt, jedoch war die Resonanz der Headshops von Beginn an sehr gut. Dank unserer Großhandelspart­ner, Knistermann und Near Dark, die das Produkt von Anfang an kapiert haben, wurde es auch bundesweit an Headshops vertrieben und verfügbar gemacht.

grow! Das war 2004?

Alex: Genau. Ende 2004, Anfang 2005. Zu der Zeit habe ich parallel auch eine Ausbildung zum Web-Designer gemacht. Nach einiger Zeit wurde mir aber klar, dass ich für meine Clipper-Vision ein an­deres Umfeld brauche, wo die Rahmenbe­dingungen besser sind. Berlin schien mir da sehr geeignet. Hier ist viel los, massig junges, szeniges Publikum, verschiedene Kulturen in der Bevölkerung und eine all­gemein lockere Atmosphäre. Marken baut man in großen Städten auf.

Clipper3grow! nen Anlaufpunkt?

Alex: lch hatte einen Kumpel, bei dem ich anfangs schlafen konnte. Das ganze Clipperbusiness ist dann gewachsen. Schließlich ist Andreas Mitte 2010 dazu gekommen. Er hatte mich angerufen, weil er sein Diplom über Clipper schrei­ben wollte.

grow! (verdutzt) Diplom über Clipper? In welchem Fach?

Alex: Marketing und Kommunikation.

grow! (zu Andreas) Was für eine Note hast du darauf bekommen?

Andreas: Eine Eins (alle lachen).

Alex: Daraufhin kam Andreas nach Berlin und hat hier erstmal als Praktikant ange­fangen. Mittlerweile ist er meine rechte Hand.

Andreas: Ich habe Clipper in Indien ken­nengelernt. Dort haben mir zwei israe­lische Mädchen die Clipperfunktionen er­klärt, und sie meinten, dass es in Israel das beliebteste Produkt überhaupt sei und die Leute es wie verrückt sammeln. Als ich mir später ein Thema für meine Abschlussarbeit über Marketingkonzepte aussuchen sollte, habe ich über Clipper geschrieben.

grow! Und konntest du das Konzept um­setzen?

Andreas: Ja, gemeinsam mit Alex, der ja ebenfalls BWL studiert hat.

Alex: Meine Eltern haben mich mehr oder weniger dazu gedrängt. „Feuerzeugver­käufer“ schien ihnen damals kein dau­erhafter Beruf für mich zu sein. Doch mittlerweile sind wir eine etablierte und stetig wachsende Firma, mit sieben en­gagierten Mitarbeitern, und mit ganz viel Luft nach oben.

Andreas: Durch die Möglichkeit, mit Kleinauflagen zu arbeiten, sind wir sehr flexibel. So können wir Clipper auch di­rekt z. B. Subkultur-Shops und Szene-Labels anbieten, um unsere junge Ziel­gruppe zu erreichen.

grow! Wo liegt der Schwerpunkt eurerAr­beit?

Alex: In Marketing und Vertrieb. Wir de­signen Clipper und verbreiten sie. Zu un­seren Kunden zählen Großhändler, Ein­zelhändler und kultige Marken. Auch der Endkunde kann seine Sammlung in un­serem Online-Shop vergrößern.

grow! Wie seht ihr euren Weg für die Zu­kunft?

Andreas: Wir wollen unseren Marktan­teil weiter vergrößern. Jährlich werden deutschlandweit insgesamt 200 Millio­nen Feuerzeuge verkauft, mittlerweile über 8o Prozent Billigware aus Fernost. Wir werden versuchen, die Leute von Qualität und Nachhaltigkeit zu überzeu­gen und auf den Clipper-Way zu bringen.

Alex: Dieses Jahr werden wir auch wie­der auf Messen, wie der Inter-Tabak in Dortmund und der Hanfmesse Cultiva in Wien, unsere neuesten Designs und Pro­dukte vorstellen.

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