GrowCity in Wien

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Seit vielen Jahrhunderten gilt die Stadt Wien als wichtiger Handelsknoten zwischen West und Ost. Nicht ohne Grund konnte sich die Stadt an der Donau zu einer bedeutenden Metropole ent­wickeln, deren Anziehungskraft weit über die österreichischen Grenzen hinaus ragt. Auch für die Hanfscene ist die Bedeutung Wiens in den letzten Jahren sprunghaft gestiegen. Das liegt nicht zu­letzt an der Cultiva Hanfmesse, die bereits zweimal die österreichische Hauptstadt zum Zentrum der internationalen Hanfbranche machte. Aber auch die Unternehmen der Branche selbst gewin­nen zunehmend an Professionalität – und mit entsprechendem Engagement entstehen neue Im­pulse, wie sie beispielsweise seit Kurzem von der neu gegründeten GrowCity ausgehend.

Wir haben uns vor Ort umgeschaut und ein Gespräch mit Stivi geführt, der maßgeblich an der Entstehung der GrowCity beteiligt ist.

 

grow! Hallo Stivi, das sieht ja schon richtig gut aus hier, schön groß und geräumig

Ja, Platz genug sollten wir haben, aber was die Einrichtung betrifft, sind wir noch nicht ganz fertig.

grow! Ihr habt ja auch gerade erst eröffnet. Was fehlt denn noch?

Stivi: Vor allem viele Pflanzen! Es soll richtig grün werden in der GrowCity.

grow! Aber wohl eher nur gewöhnliche Zier­pflanzen oder auch richtigen Hanf?

Stivi: Nun, in Österreich kann Hanf geneh­migungsfrei angepflanzt werden, wenn er für Dekorationszwecke gedacht und eine miss­bräuchliche Verwendung als Rauschmittel ausgeschlossen ist. Insofern wird es kein Pro­blem sein, Industriehanfsorten in der GrowCi­ty wachsen zu lassen.

Ich persönlich würde auch gerne Nutzhanf­stecklinge hier anbieten, damit sich jeder sein Pflänzchen zur Dekoration auf die Fenster­bank stellen kann. Selbst die Nutzhanfpflan­zen sind so schön, die gefallen vielen Leuten, auch wenn sie natürlich nicht so gut duften wie normale Hanfpflanzen. Meine Tante zum Beispiel fragt mich immer wieder, ob ich ihr nicht ein paar Nutzhanf-Stecklinge besorgen kann.

grow! Keine schlechte Idee, wenn so die Aufklärung und der Abbau von Vorurteiten gegen­über dieser Pflanze gefördert werden können, warum nicht?

Stivi: So sehe ich das auch, aber es sind auch Leute in meinem Team, die diese Idee nicht so gut finden. Es gibt also noch etwas Diskussi­onsbedarf

Ich verstehe. Auf den ersten Blick wirkt euer Laden weniger wie ein Growshop, als mehr wie eine Art Messe …

Stivi: Ja, den Eindruck könnte man haben. Als unsere holländischen Premium-Partner hier waren, um ihre Präsentationsflächen zu ge­stalten, kam tatsächlich so etwas wie Mes­se-Feeling auf … diese Atmosphäre macht die GrowCity auch zu etwas ganz Besonderem …

grow! Bietet ihr nur die Produkte eurer Pre­miumpartner an?

Stivi: Nein, die GrowCity bietet ein komplettes Sortiment, also auch Produkte der Firmen, die keine Premium-Partner sind.

grow! Wie wird man Premium-Partner?

Stivi: Na ja, mittlerweile haben wir alle Part­ner gefunden … wir hatten eine Wunschli­ste mit den Hanfunternehmen, die wir uns als Partner vorstellen konnten. Wir haben ja schon seit vielen Jahren den Head- und Grow-shop „Bushplanet” und so haben wir mit vielen Firmen der Branche bereits langjäh­rige und teilweise sehr freundschaftliche Ge­schäftsverbind ungen.

grow! Erzähl uns doch kurz, wie ihr auf die Idee mit der GrowCity gekommen seid. Wurde euer Laden in Wien zu klein?

Stivi: Wir träumten schon seit Langem davon, den Großhandel und den Einzelhandel zusam­men unter einem Dach unterzubringen. Um alle unsere Ideen umsetzen zu können, brau­chen wir viel Platz.

Das erste Objekt in dieser Größenordung ha­ben wir uns 2007 angeschaut. Wir waren also schon eine ganze Weile am Suchen.

grow! Die Nähe zur Pyramide, wo alljährlich die Cultiva stattfindet und zum „Bushdoctor”, der ja im Prinzip in der gleichen Branche tätig ist, war das absichtlich oder eher Zufall?

Stivi: Das war reiner Zufall. Wir wollten ei­nen verkehrsgünstigen Standort und das er­weiterte Shopping City Areal bietet da eine Menge Vorteile. Eigentlich hatte ich bei einem Makler wegen eines Objekts angefragt, das rund fünf Kilometer von hier entfernt ist. Und dieser Makler hat uns dann das Objekt ange­boten, in dem wir nun sitzen … und dieses Ge­bäude ist einfach ideal für ein Projekt wie die Grow City – optimal erreichbar, trotzdem dis­kret gelegen und jede Menge Platz.

grow! Das Ganze hier stellt ja schon eine neue Dimension von Growshops dar. Machst du dir nicht Gedanken, ob das den Behörden nicht ein Dorn im Auge sein könnte?

Stivi: Das ist in der Tat so noch nicht da ge­wesen. Aber wenn ich mir die Entwicklung der Hanfscene in Österreich anschaue, gab es schon immer Aufs und Abs. Vor 15 Jahren gab es in Wien einen Laden, na ja, eigentlich einen halben. Mit dem Hanfboom in Österreich Ende der Neunziger vervielfachte sich die Zahl. An­schließend folgte eine durch die Haider-Regie­rung eingeleitete Repression und damit wurden es wieder weniger Head- und Growshops. Mitt­lerweile hat sich die Lage für die österreichische Hanfbranche verbessert, es ist selbstverständ­lich geworden, dass es uns gibt. Ich finde, es ist an der Zeit für den nächsten Schritt, die Eröff­nung der GrowCity. Und ich hoffe, dass andere folgen und die Branche so immer mehr wächst

grow! Woher kommen eure Kunden, sind die di­rekt aus Wien oder kommen die auch von weiter her?

Stivi: Wien ist traditionell eine internationale Stadt. Bei uns hast du immer schon Tschechen, Ungarn, Slowenen, usw. getroffen. Das war vor Zoo Jahren nicht anders.

In unseren „Bushplanet” Shop kamen immer schon viele Kunden auch aus den benachbarten Ländern. Zum einen, weil dort Samenverbote herrschen, zum anderen ist teilweise die recht­liche Situation so repressiv (zum Beispiel Slo­wakei), dass einige Kunden lieber ins Ausland fahren, aus Angst im Growshop vor Ort gefilmt und überwacht zu werden.

Heute waren zum Beispiel ein paar Kunden aus Prag hier — und in Prag gibt es ja einige Grow-shops — die haben die dreistündige Fahrt auf sich genommen, weil sie hier alles bekommen, was sie brauchen. Alles ist bei uns in ausrei­chenden Mengen vorrätig.

grow! Von hier aus läuft auch eurer Großhan­del?

Stivi: Ganz genau. Wir sind schon seit Lan­gem auch im Großhandel aktiv und haben hier die Möglichkeit, den Händlern auch gleich ein komplettes Sortiment an mehrsprachigem In­formations- und Werbematerial der einzelnen Produkte mitzugeben. Außerdem sollen die Ein­richtung und die Gestaltung der Exklusivflächen der Premiumpartner die Händler inspirieren, wie die Produkte in ihrem Laden angeboten werden können.

Als besonderen Service werden wir regelmäßig Workshops durchführen, bei denen die Herstel­ler der jeweiligen Produkte Schulungen geben und Fragen beantworten. Als Erstes wird ein Se­minar über die „Homebox-Modulare” stattfin­den.

grow! Wenn ihr so viele Kunden aus dem Aus­land habt, sprechen die alle deutsch oder eng­lisch oder wie verständigt ihr euch?

Stivi: Es sind immer Mitarbeiter da, die die wichtigsten osteuropäischen Sprachen spre­chen. Im Moment suche ich noch jemanden, der polnisch spricht, aber für die anderen Sprachen ist jemand da.

grow! Die Sprache allein macht aber noch kei­nen guten Growshop-Verkäufer aus. Haben die denn auch entsprechende Erfahrung und Wis­sen?

Stivi: Die Beratung im Growshop ist überhaupt das wichtigste Kriterium. Das GrowCity-Team hat einen enormen Erfahrungsschatz, das Know­how reicht von den ganz großen Anlagen bis zu den kleinen, aber perfekt ausgeklügelten Syste­men. Unsere Mitarbeiter bilden sich ständig wei­ter, es gibt ja auch immer wieder neue Produkte, über die wir Bescheid wissen müssen.

grow! Ja, das kann ich mir vorstellen … Dann bleibt vorerst nur noch, euch viel Glück und Er­folg zu wünschen! Und wenn deine Planung auf­geht, werden wir sicher noch öfter aus Osterrei­ch berichten können.

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